Ich sitze gerade im Zug heimwärts von meinem Vorbereitungsseminar. Damit ist die letzte Station, bevor es in nur 25 Tagen bereits losgeht, abgeschlossen. In den letzten sieben Tagen durfte ich nicht nur meine Mitfreiwilligen kennenlernen, die mit dem ASC nach Ruanda oder Tansania gehen, sondern auch vieles über den interkulturellen Austausch, Privilegien und Sportdidaktik lernen.
Wir starteten in den Tag mit Frühsport oder einer Frühstücks-Schicht. Dann folgten Seminareinheiten zu Politik, Lebensrealitäten, Antirassismus und differenzierter Berichterstattung, die durch sportliche Energizer unterbrochen wurden. Uns wurden Situationen aufgezeigt, mit denen wir möglicherweise während unseres Freiwilligendienstes konfrontiert werden, und Ratschläge gegeben, wie man diese bewältigen kann. Auch über Krankheiten und mentale Gesundheit wurden wir ausführlich informiert, sodass ich mich gut vorbereitet und begleitet fühle.
Zwischen den informativen und interaktiven Einheiten hatte ich Zeit, meine drei WG-Mitbewohner näher kennenzulernen oder bei einer Runde Spikeball von den Erfahrungen unserer Betreuer, die alle selbst ehemalige Freiwillige sind, zu profitieren. In dieser kurzen Zeit wurde aus einer Gruppe von 19 fast fremden Personen ein starkes Team, das Teil der ASC Familie sein darf.
Nachdem die Tage lang und die Nächte tendenziell kürzer waren, muss ich die neuen Informationen und Eindrücke erstmal noch verarbeiten, bevor es dann bald ans Packen geht. Jetzt genieße ich noch die Zeit bei meiner Familie und mit Freunden und versuche meinem Spendenziel näher zu kommen. Wenn du mich also noch auf meiner Reise unterstützen möchtest, freue ich mich sehr, denn der nächste Eintrag wird voraussichtlich bereits von Kigali aus verfasst werden.




