In den letzten beiden Wochen hat sich vor allem viel Routine gebildet. Neben unseren bereits gewohnten Nachmittags-Projekten, wurde der Sportunterricht in der Schule fester Bestandteil unseres Alltags. Täglich unterstützen wir hier, aktuell noch zusammen mit unseren Mentoren, von Montag bis Donnerstag mehrere vierte und fünfte Klassen. Manchmal auch drei oder vier Klassen gleichzeitig, was erstaunlicherweise gut funktioniert hat. Zusätzlich hat auch unsere english class gestartet und fand bereits zwei Mal statt. Dies ist für mich noch eine kleine Herausforderung, da das Niveau der Jugendlichen zum Teil sehr unterschiedlich ist und ich ihnen nicht nur grammatikalische Regeln beibringen, wie sie es oft in der Schule lernen, sondern sie besonders zum Sprechen animieren möchte.
In Woche fünf ging es für uns dann auch bereits zum dritten Mal zum Flughafen in Kigali, um Jonathan, einen weiteren Mitfreiwilligen von uns, abzuholen. Damit ist die Ruanda-ASC-Gruppe nun auch endlich komplett.
Ansonsten wurde natürlich auch außerhalb unserer Projekte viel Sport gemacht, egal ob Volleyball, Basketball oder im Fitnessstudio. Neue kulinarische Highlights wurden in der Kimi WG ausprobiert, wozu aber bald noch ein eigener Blogbeitrag kommen wird. Und wir haben uns weiter vernetzt mit anderen deutschen und local Freiwilligen. Unser hier neu gewonnener Freund Clinton hatte Geburtstag und wurde von uns, vor dem sowieso geplanten gemeinsamen Fußballstadionbesuch Ruanda gegen Liberia, überrascht.
Meine kleinen Highlights der beiden Wochen waren zum einen eine Freestyle-Einheit im Skate Training, das Unterstützen meiner Mitfreiwilligen Mia bei ihrem Deutschkurs und eine sehr spontane Partynacht mit unserem Projektmanager.
Einer der spannendsten aber gleichzeitig wahrscheinlich auch herausforderndsten Aspekte neben unserer eigentlichen Tätigkeit ist das Erlernen einer komplett neuen Sprache. Während wir in den ersten Tagen und Wochen vor allem Wörter und Floskeln für Smalltag gelernt haben, geht es nun daran, die Sprache wirklich zu verstehen. Das bedeutet neben Wörtern auch Konjugationen, Satzbau, Zeitformen, Fragewörter und alles was dazugehört zu lernen. Dafür haben wir einmal die Woche Kinyarwanda-Unterricht und lernen zusätzlich täglich im Austausch mit den Kids oder unseren Mentoren viel über die Aussprache. Beispielsweise lernen wir in der Schule beim Mittagessen im Lehrerzimmer oft sehr viel Neues über Sprachen. Während uns Sätze auf Kinyarwanda beigebracht werden, können wir ein paar Wörter Deutsch weiter geben, obwohl die Kommunikation natürlich überwiegend auf Englisch stattfindet. Aber auch Bruchteile in Französisch und Gebärdensprache wurden meinem Projektpartner und mir schon beigebracht. Auch wenn es manchmal schwer ist, sich direkt so auszudrücken, wie man es gerne möchte, findet man immer einen Weg und es gibt immer jemanden, der im Zweifel übersetzen kann. Anhand meines aktuellen Wortschatzes kann man ganz gut erkennen, dass ich besonders im Bereich Unterrichten von Kindern tätig bin. So sind meine meist verwendeten Wörter aktuell etwa „Mwaramutse“ (=Guten Morgen), „mukore umurongo“ (=stellt euch in einer Linie auf), „mwumve“ (=Hört zu!) und „Murakoze“ (=Danke).
Da in der morgigen Kinyarwanda-Stunde auch ein Test ansteht, endet dieser Blogbeitrag nun und ich widme mich noch ein bisschen dem Lernen und Wiederholen von Wörtern und Konjugationen 🙂









