Heute vor einer Woche bin ich zusammen mit sechs weiteren Freiwilligen des ASC in Kigali gelandet. Dort wurden wir von unserem Projektmanager Domy, unseren Vorfreiwilligen und lokalen Freiwilligen herzlich in Empfang genommen. Nachdem wir unser Gepäck im Hotel untergebracht haben, ging es noch zu Macoco, ein Restaurant, dass wir auch zukünftig noch öfter besuchen werden. 

In den nächsten beiden Tagen haben wir zusammen mit den Vorfreiwilligen die Stadt und unsere Einsatzstellen erkundet und erste Besorgungen wie die SIM-Karte und Ruanda Trikots angeschafft. Das hat wirklich sehr geholfen, etwas mehr anzukommen und ein Gefühl für den Umgang mit bestimmten für uns neuen Situationen zu lernen. Hierzu zählt beispielsweise das Verhandeln mit den Motos, also Motorrad-Taxis, die für uns das Hauptfortbewegungsmittel sein werden. Des weiteren wurden wir am Abend zu ihrer Abschiedsparty eingeladen, wo wir viele neue Leute kennenlernen konnten und auch zum Teil unsere Ansprechpartner in den Projekten zum ersten Mal getroffen haben.

Nachdem es meiner Mitbewohnerin Mia leider aufgrund einer Lebensmittelvergiftung bereits seit Beginn nicht gut ging, waren wir am Sonntag zum zweiten Mal im Krankenhaus und haben uns anschließend im Hotel ausgeruht. Dies galt auch für den nächsten Tag, während die anderen das Genocide Memorial besucht haben, was wir in der nächsten Woche nachholen werden. 

Am Dienstag konnten wir dann in unsere WGs einziehen und das erste Skate Training stand bevor, wo mein Projektpartner Emil und ich erneut äußerst herzlich aufgenommen wurden. Leider mussten wir das Training bereits eher wieder verlassen, da wir bei unseren Mitfreiwilligen in der zweiten WG in Kigali zum Essen eingeladen wurden. 

Damit allerdings unsere sportliche Betätigung nicht zu kurz kommt, haben wir bereits einmal das Fitnessstudio in der Nähe besucht und die warmen Duschen genossen, die es bei uns in den WGs aufgrund von fehlendem warmen Wasser und Wasserdruck, erstmal nicht geben wird.

Nach der ersten Nacht im neuen Zimmer startete am nächsten Morgen unser dreitägiges Seminar mit Domy, worin wir viel über Ruanda, unsere Projekte und Verhaltensweisen lernen. Beispielsweise waren Gesundheit und Sicherheit erneut wichtige Themen, aber auch unsere Rolle als Freiwillige haben wir aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet. Morgen werden wir zusammen mit unseren Mentoren und Projektverantwortlichen besonders über Kommunikation und Erwartungen sprechen.

Obwohl der erste Abend sehr überfordernd war, konnte ich mich mittlerweile etwas einleben und mag die Stimmung in der Stadt bereits jetzt. Besonders bei Nacht, wenn man das Lichtermeer über den Hügeln sehen kann.